Mythos: Windräder schaden der Gesundheit

Viele Menschen, die in der Nähe eines Windparks wohnen, glauben, dass der Infraschall und die Nachtbeleuchtung der Windräder die Gesundheit negativ beeinträchtigen könnten. Tatsächlich stellt das aufwendige Genehmigungsverfahren vor dem Bau neuer Windkraftanlagen aber sicher, dass gesundheitliche Gefahren für Bewohner ausgeschlossen werden.

Infraschall

Der oft befürchtete Infraschall existiert schon seit Menschengedenken und ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt. Infraschall gibt es überall, wo Wind weht: Etwa an Küsten mit Meeresbrandung, an Waldschneisen oder im Verkehr.

Der Infraschall von Windenergieanlagen erreicht in unabhängigen Messungen selbst im Nahbereich keine Werte, die von Menschen gehört oder auf eine andere Weise wahrgenommen werden können. Untersuchungen des Bundesgesundheitsamtes haben außerdem gezeigt, dass der Infraschall überdies keine negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat.

Nachtbeleuchtung

Die roten Blinklichter am Generator einer Windkraftanlage sind seit 2020 Pflicht und sollen Kollisionen mit Flugzeugen und Hubschraubern verhindern. Diese Art der Nachtbeleuchtung ist grundsätzlich für Bauwerke in einer Höhe ab 100 Metern vorgeschrieben. Nahe Wohngebieten wird die Leuchtkraft der Blinklichter aber oft vermindert. Bei der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) überwachen Radarsensoren die Umgebung und schalten die Blinklichter nur noch an, wenn sich Flugzeuge tatsächlich nähern. So kann die nächtliche Beleuchtung um bis zu 95 % reduziert werden. Störungen für Menschen und die Natur werden somit auf ein Minimum reduziert.

Zurück zur Infothek