Wind in Friesoythe
Das Projekt
Mit dem Windpark „Töpkes Höhe“ setzen wir gemeinsam mit der Region ein starkes Zeichen für Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und eine zukunftssichere Energieversorgung.
Geplant ist der Bau von sieben modernen Windenergieanlagen der neuesten Generation. Diese Anlagen sind besonders leistungsstark, geräuschoptimiert und auf einen umweltverträglichen Betrieb ausgelegt.
Der Windpark wird jährlich rund 160.000 Megawattstunden sauberen Strom erzeugen – genug, um zehntausende Haushalte in der Region klimafreundlich zu versorgen. Damit werden jedes Jahr viele tausend Tonnen CO₂ im Vergleich zur herkömmlichen Stromerzeugung vermieden.
Die sieben geplanten Windenergieanlagen entstehen im Bereich Töpkes Höhe, zwischen Neumarkhausen und Augustendorf – in einer Region, die für ihre enge Verbundenheit mit Natur und Landschaft steht. Der Standort wurde so gewählt, dass er kurze Wege zur regionalen Stromversorgung bietet und dabei das gewohnte Landschaftsbild bestmöglich wahrt. Unser Anspruch ist es, die Anlagen transparent zu planen, technisch ausgereift umzusetzen und so einen langfristigen Beitrag zur sicheren, klimafreundlichen Energieversorgung vor Ort zu leisten.
Warum ausgerechnet hier?
Der Landkreis Cloppenburg richtet seine Windenergieplanung derzeit neu aus.
Ein zentraler Baustein ist der Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP), der aktuell öffentlich ausliegt. Darin werden Flächen festgelegt, die künftig vorrangig für die Nutzung der Windenergie vorgesehen sind.
Das Gebiet Töpkes Höhe zwischen Neumarkhausen und Augustendorf ist in diesem Entwurf als potenzielle Fläche ausgewiesen.
Die Auswahl des Standorts beruht auf einer detaillierten Potenzialanalyse, in der verschiedene Kriterien berücksichtigt wurden. Dazu gehören die Einhaltung der gesetzlichen Mindestabstände zur Wohnbebauung, der Schutz von Natur und Artenvielfalt – insbesondere Brut- und Zugvogelvorkommen – sowie der Ausschluss von Flächen mit besonders hoher Konfliktlage oder besonderer Bedeutung für andere Nutzungen.
Durch diese mehrstufige Prüfung wird sichergestellt, dass nur Standorte in Betracht kommen, die sowohl aus technischer als auch aus umweltfachlicher Sicht geeignet sind.
Naturverträglichkeit als oberstes Prinzip
Der Schutz von Natur und Artenvielfalt hat für uns höchste Priorität. Bereits in der Planungsphase werden alle relevanten Umweltaspekte sorgfältig untersucht. Dazu gehören umfangreiche Artenschutzgutachten, in denen Brut- und Rastvogelarten, Fledermäuse und andere besonders geschützte Tierarten erfasst werden. Auch mögliche Auswirkungen auf Landschaftsbild, Boden und Wasser werden geprüft.
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickeln wir gezielte Maßnahmen, um Beeinträchtigungen zu vermeiden oder zu minimieren. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass einzelne Anlagenstandorte verschoben, zeitweise abgeschaltet oder Bauarbeiten in bestimmte Zeiträume verlegt werden, um sensible Arten zu schützen.
Wir arbeiten dabei eng mit unabhängigen Fachbüros, Naturschutzbehörden und weiteren Expert:innen zusammen. Unser Ziel ist es, die Energiewende voranzubringen, ohne die ökologischen Werte unserer Region zu gefährden – und so eine nachhaltige Balance zwischen Klimaschutz und Naturschutz zu schaffen.
Projektfortschritt
Der erste Entwurf zur Ausweisung der Fläche im Rahmen der öffentlichen Beteiligungsmöglichkeiten wurde bereits vollständig durchlaufen. In dieser Phase hatten Bürger:innen, Verbände, Behörden und andere Interessierte die Gelegenheit, ihre Anmerkungen, Fragen oder Bedenken zum geplanten Vorranggebiet für Windenergie einzureichen. Diese Beteiligung ist ein wichtiger Schritt, um im weiteren Verfahren alle relevanten Hinweise in die Planung einfließen zu lassen.
Der Landkreis Cloppenburg prüft und bewertet aktuell jede einzelne der eingegangenen Stellungnahmen sorgfältig. Dabei werden sowohl fachliche als auch rechtliche Aspekte berücksichtigt – von naturschutzrechtlichen Fragen über Abstandsregelungen bis hin zu Hinweisen zur technischen Umsetzung. Stand Anfang August 2025 befindet sich diese Auswertung noch in Arbeit. Das Ergebnis dieser Prüfung wird im nächsten Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) berücksichtigt, der anschließend erneut öffentlich ausgelegt werden kann.
Parallel zu dieser Auswertung haben wir den Genehmigungsantrag für den Windpark „Töpkes Höhe“ fristgerecht am 30. Juni 2025 bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht. Damit ist ein entscheidender Meilenstein erreicht.
Derzeit warten wir auf die Ergebnisse der beauftragten Fachgutachten, die Bestandteil dieses Verfahrens sind. Dazu zählen unter anderem detaillierte Umwelt- und Artenschutzuntersuchungen, die mögliche Auswirkungen auf Flora und Fauna erfassen, Schall- und Schattenberechnungen zur Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte sowie die präzise technische Ausarbeitung der einzelnen Anlagenstandorte. Diese Gutachten liefern der Genehmigungsbehörde die Grundlage für eine umfassende, fachlich fundierte Entscheidung.
Windenergie in Friesoythe – Projekt „Töpkes Höhe“
Das Projekt „Töpkes Höhe“ ist Teil der Energiewende im Oldenburger Münsterland. Zwischen Neumarkhausen und Augustendorf sollen insgesamt sieben Windenergieanlagen der neuesten Generation entstehen. Mit ihrer gemeinsamen Leistung können sie zehntausende Haushalte in der Region mit sauberem Strom versorgen.
Die Errichtung dieses Windparks unterstützt nicht nur die Energiewende in Niedersachsen, sondern auch die Stadt Friesoythe und die Region dabei, ihre Klimaziele zu erreichen. Durch die Nutzung der Windkraft vor Ort bleibt die Wertschöpfung in der Region, und es wird ein wichtiger Beitrag für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung geleistet.
Frischer Wind für Friesoythe – sauber, regional, zukunftssicher.
Netzanschluss
Für den Windpark „Töpkes Höhe“ wird derzeit geprüft, welcher Netzanschlusspunkt für die Einspeisung des erzeugten Stroms in Frage kommt. Dazu werden verschiedene technische Möglichkeiten bewertet und mit dem zuständigen Netzbetreiber abgestimmt.
Da dieser Prozess mehrere Schritte umfasst, befindet sich die Planung noch in Klärung. Sobald hierzu ein belastbarer Stand vorliegt, werden wir darüber informieren.
Natur- und Artenschutz
Der Bereich Töpkes Höhe ist durch Landwirtschaft, Grünland und kleinere Gehölzstrukturen geprägt – ein vielfältiger Lebensraum für verschiedene Vogelarten, Kleinsäuger und Insekten. Beim geplanten Windpark legen wir deshalb großen Wert darauf, Natur und Artenvielfalt bestmöglich zu schützen.
Unabhängige Fachbüros haben dafür bereits umfangreiche Kartierungen zu Brut- und Rastvögeln, zu schlaggefährdeten Arten sowie zur Raumnutzung im Umfeld des Projektgebietes durchgeführt. Diese Erkenntnisse helfen dabei, geeignete Standorte für die Windenergieanlagen zu wählen und sensible Bereiche zu vermeiden.
Auf Grundlage dieser Untersuchungen entwickeln wir für das Projektgebiet gezielte Schutzmaßnahmen, zum Beispiel:
- Anpassung einzelner Standorte, um sensible Zonen zu umgehen
- zeitliche Steuerungen für Bauarbeiten, um Brut- und Aufzuchtzeiten zu respektieren
- Schutz- oder Abschaltkonzepte, falls dies im Genehmigungsverfahren erforderlich ist
- ökologische Begleitung der Bauphase durch Fachgutachter:innen
Mit dem Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) werden zudem alle Eingriffe vollständig ausgeglichen – etwa durch die Aufwertung vorhandener Strukturen oder die Entwicklung neuer Lebensräume. So entstehen langfristig Verbesserungen, die Natur und Landschaft zugutekommen.
Energiewende und Naturschutz können Hand in Hand gehen – wenn man sie sorgfältig plant.
Fragen und Antworten zum Projekt "Wind in Friesoythe"
Projektüberblick
Genehmigungsverfahren
Energiewende und Nachhaltigkeit
Wasser und Boden
Mensch und Natur

Infothek
Wir haben einige Fragen und Antworten für Sie rund um Windenergie zusammengestellt und laden Sie herzlich ein, ein bisschen zu stöbern.
