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Schallkarten
Wie laut sind die geplanten Windenergieanlagen und was bedeutet das für Ihren Alltag? Wir möchten das transparent und verständlich beantworten.
Bereits bei der Planung und Standortwahl der Windenergieanlagen sind Schallgutachten gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind fester Bestandteil des Genehmigungsverfahrens und fließen in die Auswahl geeigneter Standorte ein. Dabei ist unter anderem ein Mindestabstand zur Wohnbebauung zu beachten, den wir bei allen Anlagen einhalten. Es wird in drei Arten von Schallimmissionen unterschieden.
Vorbelastung, Zusatz- und Gesamtimmission
- Vorbelastung: Schall, der bereits vorhanden ist, etwa durch die Anlagen des 1. Bauabschnitts oder das Umspannwerk in Graustein.
- Zusatzimmission: Der Schall, den die neuen Anlagen des 2. Bauabschnitts hinzufügen.
- Gesamtimmission: Beides zusammen, also die tatsächliche Schallsituation nach Fertigstellung des Windparks.
Grenzwerte für Tag und Nacht
Gemessen wird der Schall in dB(A). Das bedeutet Dezibel, angepasst an das menschliche Gehör. Je höher der Wert, desto lauter. Die TA Lärm („Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm") ist eine bundesweit gültige Vorschrift, die verbindlich festlegt, wie viel Lärm Anlagen wie Windräder erzeugen dürfen. Für die Ortsteile Schleife, Mulkwitz und Rohne, im Flächennutzungsplan zum Großteil als Mischgebiete ausgewiesen, gelten folgende Grenzwerte:
- Tagsüber (6–22 Uhr): maximal 60 dB(A)
- Nachts (22–6 Uhr): maximal 45 dB(A)
Zum Vergleich: 45 dB(A) entsprechen in etwa der Lautstärke eines modernen Kühlschranks.
So lesen Sie die Karten
Die Farben zeigen den berechneten Schallpegel an jedem Punkt der Karte. Je intensiver die Farbe – von Grün über Gelb bis Orange/Rot – desto höher der Schallpegel. Die konzentrischen Linien markieren Bereiche gleicher Lautstärke, ähnlich wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Die grünen Symbole kennzeichnen die geplanten Anlagen des 2. Bauabschnitts, die roten Symbole bereits bestehende Anlagen.
Das zeigen die Schallkarten
Die linke Karte zeigt den Bereich um die Anlagen, in dem die tagsüber maximal zulässige Gesamtimmission von 60 dB(A) erreicht wird. Um die Schallverteilung in der Karte gut sichtbar zu machen, zeigt die Farbskala Werte ab 55 dB(A). Würde sie erst bei 60 dB(A) beginnen, wäre der dargestellte Bereich kaum noch erkennbar. Wie zu sehen ist, beschränkt sich dieser Bereich auf die unmittelbare Umgebung der Anlagen.
Die rechte Karte zeigt den Bereich um die Anlagen, in dem der nächtliche Grenzwert von 45 dB(A) erreicht oder überschritten wird. Wie zu sehen ist, beginnt dieser Bereich deutlich außerhalb der Wohnbebauung.


Im Dialog
Am 24. April 2024 fand in Schleife eine Dialogveranstaltung zum Projekt statt. An verschiedenen Infoständen konnten die etwa 150 Besucherinnen und Besucher detaillierte Informationen zum Projekt erhalten, ihre Fragen direkt an unsere Fachleute richten und ihre Meinungen einbringen. Die Poster aus der Veranstaltung finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass die Poster den Stand des Projekts vom April 2024 wiedergeben und sich Zahlen, Daten und Angaben seitdem verändert haben können.















